Der Top-Verkäufer

Des Top-Verkäufers erster Tag

Ein junger Mann bewirbt sich in einem großen Kaufhaus.
Der Filialleiter fragt: „Haben Sie denn Erfahrungen als Verkäufer?“
Er antwortet: „Natürlich, ich war bisher immer der Top-Verkäufer!“

Das Selbstbewusstsein des jungen Mannes beeindruckt den Chef sehr und er stellt ihn ein.

Am Abend seines ersten Tags geht der Chef auf ihn zu, um den Tag zu reflektieren. Er erkundigt sich wie viele Kunden es denn waren und wie die Zahlen so aussehen.

Nachdem der junge Mann erzählt, er hätte nur einen Kunden gehabt, wird der Chef hellhörig. Als der Neue noch behauptet, er habe 65.000 Euro Umsatz gemacht, fühlt sich der Chef komplett auf den Arm genommen. Wütend besteht er auf eine Erklärung der scheinbaren Lügen seines neuen Mitarbeiters. Der angebliche Top-Verkäufer aber erklärt ganz ruhig:

„Zuerst habe ich den Kunden genau beraten und in die Thematik des Angelns eingeführt. Dann habe ich ihm eine Angel mit sämtlichem Zubehör verkauft. Den anschließenden Tipp, dass man oben an der Küste am besten angeln kann, untermauerte ich mit dem Hinweis, dass er schon ein bisschen nach einem wohlverdienten Urlaub aussieht.

Ich ging mit ihm in die Bootsabteilung und verkaufte ihm diese doppelmotorige Seawind. Doch da kamen schon leichte Zweifel auf, ob denn sein Kleinwagen das wirklich transportieren kann. Wir gingen also rüber in die Automobilabteilung und ich verkaufte ihm noch einen vernünftigen Hänger. Da ich ein verantwortungsvoller Verkäufer bin, habe ich natürlich nicht vergessen, ihn auf die zulässige Anhängerlasst seines Kleinwagens aufmerksam zu machen. Nachdem unsere Geländewägen im Moment eh einen super Aktionspreis haben, konnte ich ihm sogar bei diesem Problem helfen. Mein Kunde war richtig dankbar darüber. Damit er seine neuen Errungenschaften richtig genießen kann, stellte ich ihm noch eine gute Campingausrüstung zusammen – mit allem, was man beim Zelten so braucht. Damit war er für alle Eventualitäten gerüstet. Unser Kaufhaus behält er jetzt bestimmt in bester Erinnerung, wenn er nicht im nassen Zelt sitzen muss.“

Daraufhin meint der Chef etwas verdutzt: „Sie wollen damit sagen, ein Mann kam zu ihnen, um sich über Angelsport zu erkundigen und sie haben ihm eine Angelausrüstung, ein Auto mit Hänger, ein Boot und eine komplette Campingausstattung verkauft??“

„Nein,“ antwortet der Verkäufer, „er kam zu mir und fragte nach Tampons für seine Frau. Da gab ich ihm den guten Rat, das Wochenende lieber gleich anderweitig zu verbringen und seiner Frau und sich selbst den Gefallen zu tun, sich aus dem Weg zu gehen, da eine Scheidung wesentlich teurer kommt…“
 

Dein

Gernot Fräger

„Der spitze Schuh im Hintern des Vertriebs – überzeugte Verkäufer mit Kick“

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Autor: Gernot Fräger

Gernot Frägers große Leidenschaft ist die Spontanität auf Leute zuzugehen. Diese Leidenschaft überträgt er ebenso leidenschaftlich auf Menschen, die noch Hemmungen und Ängste in der Neukundenakquise haben.